Deutschlandweit für Sie tätig

Unsere Standorte

aban­te erhebt Kla­ge zur Ver­ga­be­pra­xis unter­halb der EU-Schwel­len­wer­te in Nord­rhein-West­fa­len

Grund­sätz­li­che Rechts­fra­gen zu Trans­pa­renz und Gleich­be­hand­lung vor dem Land­ge­richt Köln anhän­gig (Az. 5 O 29/2026) 

Leipzig/München, 12. Febru­ar 2026. Die aban­te Rechts­an­walts­ge­sell­schaft mbH & Co. KG hat vor dem Land­ge­richt Köln Kla­ge gegen die Stadt Köln erho­ben. Das Ver­fah­ren wird dort unter dem Akten­zei­chen 5 O 29/2026 geführt. 

Hin­ter­grund ist die seit dem 1. Janu­ar 2026 in Nord­rhein-West­fa­len gel­ten­de Rechts­la­ge, wonach Kom­mu­nen gemäß § 75a Abs. 2 GO NRW auf den Erlass einer Sat­zung zur Rege­lung der Ver­ga­be von Auf­trä­gen unter­halb der EU-Schwel­len­wer­te ver­zich­ten kön­nen. Die Stadt Köln zählt zu den Kom­mu­nen, die von die­ser Mög­lich­keit Gebrauch machen. 

Gegen­stand der Kla­ge ist die Fra­ge, nach wel­chen ver­fah­rens- und mate­ri­ell­recht­li­chen Maß­stä­ben öffent­li­che Auf­trag­ge­ber in Nord­rhein-West­fa­len – sowie gege­be­nen­falls in wei­te­ren Bun­des­län­dern – Auf­trä­ge unter­halb der EU-Schwel­len­wer­te ver­ge­ben, wenn sie sich für eine weit­ge­hen­de Frei­stel­lung von förm­li­chen Ver­ga­be­re­geln im Unter­schwel­len­be­reich ent­schei­den. Kon­kret geht es hier­bei um die gericht­li­che Klä­rung, ob und in wel­chem Umfang öffent­li­che Auf­trag­ge­ber bei der Ver­ga­be von Anwalts­leis­tun­gen bis zu einem Net­to­auf­trags­wert von 750.000 Euro ver­pflich­tet sind, vor­ab abs­trakt bestimm­te Ver­fah­ren und Kri­te­ri­en fest­zu­le­gen und bekannt zu geben. 

Die Klä­ge­rin ist von dem umfas­sen­den Rege­lungs­ver­zicht, den sie als ver­fas­sungs­wid­rig ein­stuft, selbst in eige­nen Rech­ten und wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen betrof­fen und begehrt des­halb ins­be­son­de­re Aus­kunft über das Ver­fah­ren und die Kri­te­ri­en der Ver­ga­be ent­spre­chen­der Anwalts­leis­tun­gen sowie die Unter­las­sung von Ver­ga­ben ohne vor­he­ri­ge Fest­le­gung und Bekannt­ga­be ent­spre­chen­der Maß­stä­be. Dar­über hin­aus soll fest­ge­stellt wer­den, dass bei bestehen­der Beschaf­fungs­ab­sicht eine Bin­dung an zuvor bekannt gemach­te Ver­fah­rens­re­geln besteht und dass im Fal­le einer unter­blie­be­nen Bekannt­ga­be Scha­dens­er­satz­an­sprü­che in Betracht kom­men. 

Hin­ter­grund ist die seit dem 1. Janu­ar 2026 geän­der­te Rechts­la­ge und Ver­ga­be­pra­xis in Nord­rhein-West­fa­len, wonach im Bereich unter­halb der EU-Schwel­len­wer­te Kom­mu­nen auf abs­trakt fest­ge­leg­te und bekannt gemach­te Ver­fah­ren und Kri­te­ri­en ver­zich­ten kön­nen sol­len. Das Ver­fah­ren betrifft grund­sätz­li­che Fra­gen zur Aus­ge­stal­tung der kom­mu­na­len Ver­ga­be­pra­xis in Nord­rhein-West­fa­len und könn­te über das Land hin­aus Bedeu­tung erlan­gen, sofern ver­gleich­ba­re Rege­lun­gen in ande­ren Bun­des­län­dern ein­ge­führt oder ange­wen­det wer­den.

Die Pres­se­mit­tei­lung als Down­load: aban­tePM-Kla­ge udS-Reform in NRW.2.2026

Hin­weis: Die­ser Rechts­tipp ersetzt kei­nen anwalt­li­chen Rat im Ein­zel­fall. Er ist natur­ge­mäß unvoll­stän­dig, auch ist er nicht auf Ihren Fall bezo­gen und stellt zudem eine Moment­auf­nah­me dar, da sich gesetz­li­che Grund­la­gen und Recht­spre­chung im Lauf der Zeit ändern. Er kann und will nicht alle denk­ba­ren Kon­stel­la­tio­nen abde­cken, dient Unter­hal­tungs- und Erst­ori­en­tie­rungs­zwe­cken und soll Sie zur früh­zei­ti­gen Abklä­rung von Rechts­fra­gen moti­vie­ren, nicht aber davon abhal­ten. aban­te Rechts­an­wäl­te war nicht am Ver­fah­ren betei­ligt und hat kei­ne Par­tei im Streit­ver­fah­ren ver­tre­ten.

Weitere Beiträge

Suche

Spezialkanzlei für Vergaberecht

Europaweite Expertise im Vergaberecht - Ihr kompetenter Partner in allen Phasen des Vergabeprozesses.

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner