{"id":25845,"date":"2026-09-09T17:15:36","date_gmt":"2026-09-09T15:15:36","guid":{"rendered":"https:\/\/abante.de\/?post_type=abante_lexikon&#038;p=25845"},"modified":"2026-10-02T15:08:06","modified_gmt":"2026-10-02T13:08:06","slug":"bieterschuetzende-rechte","status":"publish","type":"abante_lexikon","link":"https:\/\/abante.de\/en\/vergaberecht-lexikon\/bieterschuetzende-rechte\/","title":{"rendered":"Bieter\u00adsch\u00fctzende Rechte"},"content":{"rendered":"<h2>Bieter\u00adsch\u00fctzende Rechte \u2013 ein \u00dcberblick<\/h2>\n<p>Das Ver\u00adgaberecht ken\u00adnt eine Vielzahl bieter\u00adsch\u00fctzen\u00adder Rechte. \u00dcber ihren Umfang wird immer wieder gestrit\u00adten. Zugle\u00adich sind sie entschei\u00addend. Nur wenn ein bieter\u00adsch\u00fctzen\u00addes Recht ver\u00adlet\u00adzt wurde, kann der Bieter eine Wieder\u00adhol\u00adung eines Ver\u00adgabev\u00ader\u00adfahrens\u00adab\u00adschnitts ver\u00adlan\u00adgen. Nur dann hat er eine zweite Chance. Auch f\u00fcr Auf\u00adtragge\u00adber ist dies von Belang. Denn sie m\u00fcssen eine nachteilige Entschei\u00addung der Nach\u00adpr\u00fc\u00adfungsin\u00adstanzen nur bei ein\u00ader Ver\u00adlet\u00adzung bieter\u00adsch\u00fctzende Rechte bef\u00fcrcht\u00aden.<\/p>\n<p>Der fol\u00adgende \u00dcberblick ist nicht abschlie\u00dfend. Er gibt nur einen ersten Ein\u00adblick in einige bieter\u00adsch\u00fctzende Rechte, die \u00f6fters vor den Nach\u00adpr\u00fc\u00adfungsin\u00adstanzen ver\u00adhan\u00addelt wer\u00adden. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie sich bei Ihrem konkreten Fall nicht sich\u00ader sind, ob bieter\u00adsch\u00fctzende Rechte ver\u00adlet\u00adzt sind, und was daraus fol\u00adgt.<\/p>\n<h3><u>Das Recht auf eine Pr\u00fc\u00adfung des eige\u00adnen Ange\u00adbots nur anhand bekan\u00adnt gemachter Eig\u00adnungs- und Zuschlagskri\u00adte\u00adrien<\/u><\/h3>\n<p>Der Auf\u00adtragge\u00adber darf das Ange\u00adbot nur anhand bekan\u00adnt gemachter Eig\u00adnungs- und Zuschlagskri\u00adte\u00adrien pr\u00fcfen bzw. werten.<\/p>\n<h3><u>Das Recht auf Doku\u00admen\u00adta\u00adtion<\/u><\/h3>\n<p>Der Auf\u00adtragge\u00adber muss alle wesentlichen Entschei\u00addun\u00adgen der Ver\u00adgabe fort\u00adlaufend doku\u00admen\u00adtieren, vgl. \u00a7 8 Abs. 1 VgV, \u00a7 8 Abs. 1 Sek\u00adt\u00adVO, \u00a7 6 Abs. 1 KonzVgV, \u00a7 20 Abs. 1 S. 1 VOB\/A, \u00a7 20 EU VOB\/A i.V.m. \u00a7&nbsp;8 VgV, \u00a7 6 Abs. 1 UVgO. Die Pflicht zur Doku\u00admen\u00adta\u00adtion fol\u00adgt aus dem Gebot der Trans\u00adparenz des Ver\u00adgabev\u00ader\u00adfahrens, \u00a7&nbsp;97 Abs. 1 GWB, und soll Manip\u00adu\u00adla\u00adtio\u00adnen ver\u00adhin\u00addern. Ziel ist es, die Entschei\u00addun\u00adgen der Ver\u00adgabestelle trans\u00adpar\u00adent und sowohl f\u00fcr die Nach\u00adpr\u00fc\u00adfungsin\u00adstanzen als auch f\u00fcr die Bieter nach\u00adpr\u00fcf\u00adbar zu machen. Die im Ver\u00adgabev\u00ader\u00admerk enthal\u00adte\u00adnen Angaben m\u00fcssen so detail\u00adliert sein, dass sie f\u00fcr einen mit der Sach\u00adlage des jew\u00adeili\u00adgen Ver\u00adgabev\u00ader\u00adfahrens ver\u00adtraut\u00aden Leser nachvol\u00adlziehbar sind, vgl. OLG D\u00fcs\u00adsel\u00addorf, Beschl. v. 28. Novem\u00adber 2018 \u2013 Verg 35 \/ 18; OLG Celle, Beschl. v. 12. Mai 2016 \u2013 13 Verg 10\/15; OLG Karl\u00adsruhe, Beschl. v. 31. Jan\u00adu\u00adar 2014 \u2013 15 Verg 10\/13).<\/p>\n<h3><u>Das Recht auf Infor\u00adma\u00adtio\u00adnen im Absageschreiben<\/u><\/h3>\n<p>Nach \u00a7 134 Abs. 1 GWB haben \u00f6ffentliche Auf\u00adtragge\u00adber die Bieter, deren Ange\u00adbote nicht ber\u00fcck\u00adsichtigt wer\u00adden sollen, \u00fcber den Namen des Unternehmens, dessen Ange\u00adbot angenom\u00admen wer\u00adden soll, \u00fcber die Gr\u00fcnde der vorge\u00adse\u00adhenen Nicht\u00adber\u00fcck\u00adsich\u00adti\u00adgung ihres Ange\u00adbots und \u00fcber den fr\u00fch\u00adesten Zeit\u00adpunkt des Ver\u00adtragss\u00adchlusses unverz\u00fcglich in Textform zu informieren. Dies umfasst die voll\u00adst\u00e4ndi\u00adgen und aus Sicht des Auf\u00adtragge\u00adbers zutr\u00ade\u00adf\u00adfend\u00aden Gr\u00fcnde der vorge\u00adse\u00adhenen Nicht\u00adber\u00fcck\u00adsich\u00adti\u00adgung eines Ange\u00adbots (vgl. VK S\u00fcd\u00adbay\u00adern, Beschluss vom 31.01.2020, Z 3 \u2013 3 \u2013 3194 \u2013 1 \u2013 51 \u2013 11 \/ 19; Dreher\/Hoffmann, in: Burgi\/Dreher, Beck\u2019scher Ver\u00adgaberecht\u00adskom\u00admen\u00adtar, \u00a7 135 GWB Rn. 22 f.).<\/p>\n<h3><u>Das Recht auf Mit\u00adteilung kalku\u00adla\u00adtion\u00adser\u00adhe\u00adblich\u00ader Tat\u00adsachen<\/u><\/h3>\n<p>Der Auf\u00adtragge\u00adber muss kalku\u00adla\u00adtion\u00adser\u00adhe\u00adbliche Tat\u00adsachen mit\u00adteilen, soweit sie ihm vor\u00adliegen oder zug\u00e4nglich sind (vgl. VK Bund, Beschluss vom 06.11.2023, VK 1 \u2013 77 \/ 23).<\/p>\n<h3><u>Das Recht auf eine gle\u00adich\u00adm\u00e4\u00dfige Ange\u00adbots\u00adbe\u00adw\u00ader\u00adtung<\/u><\/h3>\n<p>Der Auf\u00adtragge\u00adber muss alle Ange\u00adbote nach gle\u00adichen Ma\u00dfst\u00e4ben behan\u00addeln und bew\u00aderten (VK Bund, Beschluss vom 13.02.2023, VK 2 \u2013 114 \/ 22; VK Bund, Beschluss vom 07.12.2022, VK 2 \u2013 96 \/ 22; VK L\u00fcneb\u00adurg, Beschluss vom 26.03.2014, VgK \u2013 06 \/ 2014).<\/p>\n<h3><u>Das Recht auf Auss\u00adchluss for\u00admal ungen\u00fc\u00adgen\u00adder Konkur\u00adren\u00adzange\u00adbote<\/u><\/h3>\n<p>Der Auf\u00adtragge\u00adber muss for\u00admal ungen\u00fc\u00adgende Ange\u00adbote aus dem Ver\u00adgabev\u00ader\u00adfahren auss\u00adchlie\u00dfen.<\/p>\n<h3><u>Das Recht auf Bekan\u00adnt\u00admachung aller Ver\u00adgabe- und Ver\u00adtrag\u00adsun\u00adter\u00adla\u00adgen<\/u><\/h3>\n<p>Der Auf\u00adtragge\u00adber muss alle Ver\u00adgabe- und Ver\u00adtrag\u00adsun\u00adter\u00adla\u00adgen unent\u00adgeltlich und direkt elek\u00adtro\u00adn\u00adisch bere\u00adit\u00adstellen, vgl. \u00a7 41 VgV.<\/p>\n<h3><u>Das Recht auf Tren\u00adnung von Eig\u00adnungs- und Zuschlagskri\u00adte\u00adrien<\/u><\/h3>\n<p>Der Auf\u00adtragge\u00adber darf ein Mehr an Eig\u00adnung nicht auf Zuschlagsebene bew\u00aderten.<\/p>\n<h3><u>Das Recht auf Mit\u00adteilung der Rah\u00admenbe\u00addin\u00adgun\u00adgen von Pr\u00e4sen\u00adta\u00adtio\u00adnen und Test\u00adstel\u00adlun\u00adgen<\/u><\/h3>\n<p>Der Auf\u00adtragge\u00adber muss die Rah\u00admenbe\u00addin\u00adgun\u00adgen von Bemusterun\u00adgen, Pr\u00e4sen\u00adta\u00adtio\u00adnen und Test\u00adstel\u00adlun\u00adgen allen Bietern rechtzeit\u00adig mit\u00adteilen.<\/p>\n<h3><u>Das Recht auf Min\u00addest\u00adfris\u00adten<\/u><\/h3>\n<p>Der Auf\u00adtragge\u00adber muss die in den Ver\u00adfahren\u00adsor\u00add\u00adnun\u00adgen vorgegebe\u00adnen Min\u00addest\u00adfris\u00adten beacht\u00aden, au\u00dfer es liegt ein in diesen Ver\u00adfahren\u00adsor\u00add\u00adnun\u00adgen anerkan\u00adnter Verk\u00fcrzungs\u00adgrund vor.<\/p>\n<h3><u>Das Recht auf Zuschlagskri\u00adte\u00adrien, die in sach\u00adlichem Zusam\u00admen\u00adhang mit dem Auf\u00adtrags\u00adge\u00adgen\u00adstand ste\u00adhen<\/u><\/h3>\n<p>Der Auf\u00adtragge\u00adber darf nur Zuschlagskri\u00adte\u00adrien fes\u00adtle\u00adgen, die mit dem Auf\u00adtrags\u00adge\u00adgen\u00adstand in Verbindung ste\u00adhen, vgl. \u00a7 127 Abs. 3 GWB. Hier\u00adauf hat der Bieter Anspruch (vgl. Bay\u00adObLG, Beschluss vom 11.12.2024, Verg 7 \/ 24 e).<\/p>\n<h3><u>Das Recht auf Unter\u00adlas\u00adsung von Vor\u00adgaben, die eine kaufm\u00e4n\u00adnisch vern\u00fcn\u00adftige Ange\u00adbot\u00adskalku\u00adla\u00adtion unzu\u00admut\u00adbar machen<\/u><\/h3>\n<p>Der Bieter kann beanspruchen, dass es der Auf\u00adtragge\u00adber unter\u00adl\u00e4sst, Vor\u00adgaben aufzustellen, die eine kaufm\u00e4n\u00adnisch vern\u00fcn\u00adftige Ange\u00adbot\u00adskalku\u00adla\u00adtion unzu\u00admut\u00adbar machen und dadurch die Aus\u00adsicht\u00aden des Bieters auf eine Ber\u00fcck\u00adsich\u00adti\u00adgung seines Ange\u00adbots bei der Zuschlagserteilung beein\u00adtr\u00e4chti\u00adgen k\u00f6n\u00adnen (vgl. Bay\u00adObLG, Beschl. vom 6. Dezem\u00adber 2023, Verg 7\/23e).<\/p>\n<h3><u>Das Recht auf Preis\u00adpr\u00fc\u00adfung des Konkur\u00adren\u00adzange\u00adbots<\/u><\/h3>\n<p>Der Bieter wird in eige\u00adnen Recht\u00aden ver\u00adlet\u00adzt, wenn das Ange\u00adbot des ver\u00admeintlichen Best\u00adbi\u00adeters ungew\u00f6hn\u00adlich niedrig ist und den\u00adnoch nicht aufgek\u00adl\u00e4rt wurde. Der Bieter hat Anspruch auf Pr\u00fc\u00adfung des Konkur\u00adren\u00adzange\u00adbots in preis\u00adlich\u00ader Hin\u00adsicht (VK Sach\u00adsen, Beschluss vom 26. Mai 2015 \u2013 1\/SVK\/015\u201315; VK S\u00fcd\u00adbay\u00adern, Beschluss vom 31.01.2020 \u2013 Z3\u20113\u20133194\u20111\u201351-11\/19).<\/p>\n<h3><u>Das Recht auf Nicht\u00adber\u00fcck\u00adsich\u00adti\u00adgung for\u00admal ungen\u00fc\u00adgen\u00adder Ange\u00adbote<\/u><\/h3>\n<p>Der Bieter hat Anspruch darauf, dass for\u00admal ungen\u00fc\u00adgende Ange\u00adbote nicht aus\u00adgeschlossen wer\u00adden, wenn dies gem\u00e4\u00df den Vor\u00adgaben des Ver\u00adgaberechts zwin\u00adgend erforder\u00adlich ist (vgl. VK S\u00fcd\u00adbay\u00adern, Beschluss vom 2. Mai 2016&nbsp;\u2013 Z3\u20113\u20133194\u20111\u201310-03\/16).<\/p>\n<h3>Fehlende elek\u00adtro\u00adn\u00adis\u00adche Bere\u00adit\u00adstel\u00adlung aller Ver\u00adgabe\u00adun\u00adter\u00adla\u00adgen<\/h3>\n<p>Nach \u00a7 41 VgV m\u00fcssen Ver\u00adgabe- und Ver\u00adtrag\u00adsun\u00adter\u00adla\u00adgen unent\u00adgeltlich und direkt elek\u00adtro\u00adn\u00adisch bere\u00adit\u00adgestellt wer\u00adden. Der Bieter hat ein Recht hier\u00adauf (vgl. VK Nord\u00adbay\u00adern, Beschluss vom 16.04.2018 \u2013 RMF-SG 21\u201318; VK Bund, Beschluss vom 27.09.2017 \u2013 VK 2\u201360\/17.<\/p>\n<h3>Unzul\u00e4s\u00adsige Ver\u00admis\u00adchung von Eig\u00adnungs- und Zuschlagskri\u00adte\u00adrien<\/h3>\n<p>Die Ver\u00admis\u00adchung von Eig\u00adnungs- und Zuschlagskri\u00adte\u00adrien ver\u00adst\u00f6\u00dft gegen \u00a7 127 Abs. 3 GWB, wonach Eig\u00adnungsmerk\u00admale nicht bei der Zuschlagsentschei\u00addung ber\u00fcck\u00adsichtigt wer\u00adden d\u00fcr\u00adfen (vgl. Bay\u00adObLG, Beschluss vom 11.12.2024 \u2013 Verg 7\/24 e).<\/p>\n<h3>Fehlende Rah\u00admenbe\u00addin\u00adgun\u00adgen f\u00fcr Pr\u00e4sen\u00adta\u00adtio\u00adnen und Test\u00adstel\u00adlun\u00adgen<\/h3>\n<p>Die Bedin\u00adgun\u00adgen f\u00fcr Pr\u00e4sen\u00adta\u00adtio\u00adnen und Test\u00adstel\u00adlun\u00adgen wur\u00adden nicht rechtzeit\u00adig und ein\u00adheitlich allen Bietern mit\u00adgeteilt, was einen Ver\u00adsto\u00df gegen den Trans\u00adparen\u00adz\u00adgrund\u00adsatz darstellt.<\/p>\n<p>Rechts\u00adgrund\u00adlage: VK Sach\u00adsen, Beschluss vom 24.04.2008 \u2013 1\u2011SVK\/15\/08; OLG Naum\u00adburg, Beschluss vom 23.07.2001 \u2013 1 Verg 2\/01.<\/p>\n<h3>Nichtein\u00adhal\u00adtung der Min\u00addest\u00adfris\u00adten<\/h3>\n<p>Die geset\u00adzlich vorgegebe\u00adnen Min\u00addest\u00adfris\u00adten wur\u00adden mis\u00adsachtet, ohne dass ein anerkan\u00adnter Verk\u00fcrzungs\u00adgrund gem\u00e4\u00df den Ver\u00adfahren\u00adsor\u00add\u00adnun\u00adgen vor\u00adliegt.<\/p>\n<p>Rechts\u00adgrund\u00adlage: EuGH, Urteil vom 28.02.2018 \u2013 Rs. C\u201164\/17; VK West\u00adfalen, Beschluss vom 01.02.2018 \u2013 VK 1\u201339\/17.<\/p>\n<h3>Unzu\u00admut\u00adbare Vor\u00adgaben f\u00fcr die Kalku\u00adla\u00adtion<\/h3>\n<p>Die Vor\u00adgaben erschw\u00aderen eine kaufm\u00e4n\u00adnisch vern\u00fcn\u00adftige Ange\u00adbot\u00adskalku\u00adla\u00adtion in unzu\u00admut\u00adbar\u00ader Weise und benachteili\u00adgen damit die Bieter, die diese Anforderun\u00adgen ord\u00adnungs\u00adgem\u00e4\u00df umset\u00adzen wollen.<\/p>\n<p>Rechts\u00adgrund\u00adlage: Bay\u00adObLG, Beschluss vom 06.12.2023 \u2013 Verg 7\/23e; OLG M\u00fcnchen, Beschluss vom 09.05.2018 \u2013 Verg 13\/18.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bieter\u00adsch\u00fctzende Rechte \u2013 ein \u00dcberblick Das Ver\u00adgaberecht ken\u00adnt eine Vielzahl bieter\u00adsch\u00fctzen\u00adder Rechte. \u00dcber ihren Umfang wird immer wieder gestrit\u00adten. Zugle\u00adich sind sie entschei\u00addend. Nur wenn ein bieter\u00adsch\u00fctzen\u00addes Recht ver\u00adlet\u00adzt wurde, kann der Bieter eine Wieder\u00adhol\u00adung eines Ver\u00adgabev\u00ader\u00adfahrens\u00adab\u00adschnitts ver\u00adlan\u00adgen. Nur dann hat er eine zweite Chance. Auch f\u00fcr Auf\u00adtragge\u00adber ist dies von Belang. 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